COMPAGNIE PRODUKTIONEN PHILOSOPHIE AKUT IMPRESSUM|KONTAKT

erweiterte zugeständnisse leipzig/wien
theater, literatur, stehende wellen

Gefördert von:

Im Gedenken an Markus Werner

ABGÄNGE nach Markus Werner

Sonderpreis der Jury des Leipziger Bewegungskunstpreises 2015
Eingeladen zu den Heidelberger Theatertagen 2015

Mit Verena Noll und Peter Schneider TRAILER
Dramaturgie: Friederike Köpf | Musik: Franz Schwarznau

ERKLÄR MIR, INGE - Vorstellungen zu Ingeborg Bachmann

"Und wie schon in der vorherigen Erweiterte-Zugeständnisse-Produktion, dem wunderbar geglückten "Abgänge", changiert dabei auch "Erklär mir, Inge" formal zwischen Performance, szenischer Lesung und Installation. Wobei derlei Gattungsbegriffe marginal sind, weil das Ganze vor allem erst einmal schlicht eins ist: gelungenes Theater." ___ LVZ, 5. 3. 2016

Wiederaufnahme geplant für Herbst 2017/Frühjahr 2018

 

Es spielen Verena Noll, Johannes Gabriel und Soheil Boroumand
Regie: Friederike Köpf | Video: Cindy Cordt | Sound: Robert Rehnig


IN KÜRZE

ANGST, GEH SPIELEN (UA)

Premiere: 27. April 2017 | 20 Uhr | Schaubühne Lindenfels Leipzig

28. | 29. April + 4. | 5. | 6. Mai | 20 Uhr | Schaubühne Lindenfels

Mit Laila Nielsen, Verena Noll, Johannes Gabriel, Christopher Schleiff


Regie, Konzept: Friederike Köpf
Ausstattung: Elisabeth Richter
Elektroakustische Musik: Robert Rehnig

 

Angst schreibt Geschichte(n). Auf Schlacht- und Trümmerfeldern, in Ehebetten und Chefetagen, in Kinderzimmern und Klassenräumen, auf politischer Bühne und in der Psychiatrie. Es sind die individuellen Stories von Hoffnung und Scheitern, von Erziehung, Verletzung und verpassten Chancen, die uns rühren und schrecken, da sie uns selbst nicht fremd sind. Es sind die Erzählungen aus einer kollektiven Vergangenheit, deren Langzeitwirkung uns noch immer in den Knochen steckt und deren Traumata wir unverarbeitet über Generationen weiterreichen. Der ursprüngliche Sinn der Angst, uns zu aktivieren und zu schützen, läuft mitunter ins Leere. Als starre Handlungsmuster oder kindliche Abhängigkeiten lähmt sie das vitale Leben. Die Einsamkeit wird zum lustlosen Begleiter, der „Andere“ zum Feind, solange wir nicht den Blick hinter die Kulisse der Angst wagen. Es könnte sich allerdings lohnen!

Fasziniert von Fritz Riemanns Theorie über die vier Grundängste und deren Widerspiegelung in verschiedenen Persönlichkeitstypen, spinnen wir in einer Mischung aus Schauspiel, Performance und Elektroakustik reale Fallbeispiele weiter, spüren verlorenen Träumen nach und entwerfen Szenen einer Bedürftigkeit, an der sich unsere „Müdigkeitsgesellschaft“ heute abarbeitet. In einer Zeit des „eingestürzten Weltvertrauens“ (Jean Améry) und der drohenden „Agonie des Eros“ (Byung-Chul Han) suchen wir nach der ungleichen Schwester der Angst – der Lebenslust.

Individuell, universell, psychologisch, politisch.

Eine Produktion der compagnie erweiterte zugeständnise leipzig/wien in Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels und dem SCHAU-Ensemble. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group.

Foto: https://www.flickr.com/photos/95329455@N02/25244285485 Lizenz: CC by 2.0